Der Börsen-TagMacht sich bei Dax-Anlegern nun doch Ernüchterung breit?
Zum Abschluss der Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern tiefer starten. Gestern hatte er wegen der Hoffnung auf eine Einigung im Zollstreit der USA mit der Europäischen Union (EU) den zweiten Tag in Folge ein Rekordhoch markiert. Einsetzende Gewinnmitnahmen drückten ihn dann allerdings zum Handelsschluss 0,4 Prozent ins Minus auf 24.456,81 Punkte.
An der Wall Street ging es derweil noch leicht bergauf. Da keine wichtigen Konjunkturdaten oder Firmenbilanzen auf dem Terminplan stehen, richten Börsianer ihre gesamte Aufmerksamkeit auf die US-Handelspolitik. Für Unruhe sorgen die neuesten Zoll-Drohungen von US-Präsident Donald Trump. Er kündigte am Donnerstag an, Abgaben von 15 oder 20 Prozent auf die meisten Handelspartner zu erheben. Die EU und Kanada könnten bereits am Freitag entsprechende Schreiben erhalten, sagte Trump dem Sender NBC News. Für Waren aus Kanada peilt Trump eine Abgabe von 35 Prozent an. Diese soll ab dem 1. August gelten.
"Die Nachricht für die Eurozone ist klar, dass er über bis zu 20 Prozent nachdenkt, und nicht wie die Märkte zuletzt gehofft hatten, nur über pauschale 10 Prozent", so ein Händler. Dies dürfte die Börsen wieder von ihren Rekordhochs zurückbringen.
Die neuerlichen Zolldrohungen gegen Kanada würden dazu unterstreichen, wie erratisch die US-Politik ist. Auf künftige Verträge mit den USA dürfe man sich nicht verlassen.
Und so lief es am Donnerstag an der Wall Street: