Der Börsen-Tag"Märkte sprechen eine klare Sprache"
Mit einer leichteren Eröffnung rechnen Marktteilnehmer. Der DAX wird 0,3 Prozent im Minus gesehen bei 19.200 Punkten. "Die Märkte sprechen eine klare Sprache: Trump liegt weit vorne und damit auch der 'Trump-Trade'", sagt Salah-Eddine Bouhmidi von IG Markets. Die US-Aktienmärkte ziehen vorbörslich deutlich an, der Bitcoin markiert neue Allzeithochs und die Renditen der Staatsanleihen steigen. Der Euro fällt zum Dollar zeitweise auf den tiefsten Stand seit Juli. Zwar gilt das Rennen nach wie vor nicht als entschieden, die meisten entscheidenden Swing-States sind nach wie vor nicht ausgezählt. Allerdings ist mit North Coralina laut AP ein erster Swing State an Trump gefallen.
Donald Trump will die Unternehmens- und Einkommenssteuern kräftig senken, was laut Beobachtern den US-Aktienmarkt stützen sollte. Der deutsche Aktienmarkt dürfte dagegen unter den Plänen für hohe US-Importzölle im Fall eines Trump-Siegs leiden. Andererseits dürfte dann die Inflation anziehen. Denn Trump will die Einwanderung eindämmen, was das Arbeitskräfteangebot drückt. Die Einführung von Zöllen könnte Waren weiter verteuern.
Profitieren könnten Banken und Finanzdienstleister: "Trump steht für Deregulierung in der Finanzbranche", so ein Marktteilnehmer. Das dürfte über kurz oder lang auch auf Europa ausstrahlen. Zudem seien die steigenden Zinsen am langen Ende positiv für die Branche.