Der Börsen-TagMaersk: Umleitung um Suezkanal dauert noch bis weit ins Jahr 2025 hinein

Wegen der kritischen Sicherheitslage im Roten Meer wird die dänische Container-Großreederei Maersk das Seegebiet und den angrenzenden Suezkanal voraussichtlich noch monatelang meiden. "Es gibt keine Anzeichen der Entspannung", sagte Maersk-Chef Vincent Clerc.
Das Gebiet sei für Frachter und Besatzung zu unsicher. "Wir rechnen zu diesem Zeitpunkt damit, dass das noch bis weit ins Jahr 2025 dauert." Nach Angriffen von Huthi-Rebellen im Jemen auf die Handelsschifffahrt im Roten Meer leiten viele Großreedereien - auch die Hamburger Hapag-Lloyd - ihre Schiffe seit Mitte Dezember weitgehend um die Südspitze Afrikas um. Das hat die Frachtraten in die Höhe getrieben.
Die Großreederei, die als Barometer für den Welthandel gilt, hatte erst kürzlich ihre Umsatz- und Gewinnprognose für das Gesamtjahr angehoben. Höhere Frachtraten und die starke Nachfrage sorgten im dritten Quartal für überraschend starke Zahlen, die nun bestätigt wurden. Auch Hapag-Lloyd schraubte den Ausblick für 2024 nach vorläufigen Quartalsergebnissen bereits nach oben. Deutschlands größte Container-Reederei legt ihre endgültigen Zahlen zum dritten Quartal am 14. November vor.