Der Börsen-TagMassiver Einbruch bei deutschen Direktinvestitionen in Russland

Die deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen stehen derzeit unter keinem guten Stern. Nach Jahren des Aufschwungs haben deutsche Unternehmen 2019 deutlich weniger in die russische Wirtschaft investiert. Das teilte die Deutsch-Russische Außenhandelskammer (AHK) in Moskau mit. Nach Zahlen der Bundesbank sind demnach die Netto-Direktinvestitionen 2019 in Russland auf rund 2,13 Milliarden Euro eingebrochen. Das waren 36 Prozent weniger als 2018 (3,26 Milliarden Euro).
Grund für den Rückgang seien unter anderem starke Bürokratie, die Sanktionen der EU und der USA sowie Protektionismus, also Handelshemmnisse, die russische Branchen vor ausländischer Konkurrenz schützen sollen.
Aktuell verschärfte sich die Lage in Russland noch einmal - nicht nur wegen der Krise durch das Coronavirus, sondern auch durch den Crash der Ölpreise. Dadurch verlor der Rubel gegenüber dem Euro und dem US-Dollar seit Wochenbeginn massiv an Wert.