Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagMaue Wirtschaftsdaten dämpfen US-Wachstumsfantasien

14.05.2021, 16:52 Uhr

Die bisherigen Aussichten auf einen überaus kräftigen Aufschwung in den USA angesichts der abklingenden Corona-Pandemie haben einen Dämpfer erhalten.

S&P 500Die Umsätze der US-Einzelhändler verharrten auf dem Vormonatsniveau. Ökonomen hatten mit einem Plus von 1,0 Prozent gerechnet - nach einem satten Umsatzplus von nach oben revidiert 10,7 Prozent im März. Ökonom Dirk Chlench von der Landesbank Baden-Württemberg verweist zur Einordnung darauf, dass die US-Einzelhandelsumsätze im April immerhin auf "ihrem hohen Vormonatsniveau" stagnierten. Nach seiner Ansicht enthalten die in den zurückliegenden Wochen veröffentlichten Konjunkturindikatoren eine Botschaft: "Es wird im Zweifel weniger Wachstum, aber mehr Inflation geben als bislang gedacht." Die Experten hätten sich bei ihren Prognosen nicht mit Ruhm bekleckert.

Dies gilt auch für das Verbrauchervertrauen, das im Mai überraschend sank. Das entsprechende Barometer fiel auf 82,8 Zähler von 88,3 Punkten im April, wie die Universität Michigan auf Basis vorläufiger Daten mitteilte. Volkswirte hatten mit einem Anstieg auf 90,4 Punkte gerechnet.

Und auch bei den Gesamtdaten zur US-Produktion von Industrie, Versorgern und Bergbau lagen die Experten etwas daneben: Die Fertigung stieg im April um 0,7 Prozent und damit nicht so stark wie von den Ökonomen erwartet. Sie hatten einen Zuwachs von 1,0 Prozent auf dem Zettel gehabt. Für größere Enttäuschung hatte zuletzt die deutlich verlangsamte Erholung am Arbeitsmarkt im April gesorgt.

Quelle: ntv.de