Montag, 11. September 2017Der Börsen-Tag

Heute mit Kai Stoppel
17:42 Uhr

Dax setzt seine September-Rally fort

Wieder einmal scheint sich eine Börsenweisheit zu bewahrheiten: Im Mai verkaufen, im September wieder einsteigen ("Sell in May and go away ..."). Seit Beginn des Monats hat der Dax ordentlich zugelegt - mit dem heutigen satten Plus von 1,4 Prozent auf 12.475 Punkte sind es bisher mehr als 400 Punkte.

DAX
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Neben der bekannten Marktanomalie sorgen auch aktuelle Ereignisse für Entspannung an den Märkten: So hat Wirbelsturm "Irma" deutlich an Kraft verloren und einen günstigeren geographischen Verlauf genommen als im Vorfeld gedacht. Damit dürften die von ihm verursachten Schäden geringer ausfallen als befürchtet.

Zugleich werden die Anleger wieder mutiger, weil es zu keinem neuen Raketentest in Nordkorea gekommen ist. Zum Jahrestag der Staatsgründung Nordkoreas am Samstag war ein erneuter Raketenstart und damit eine weitere Provokation befürchtet worden.

Versicherer und Rückversicherer führen die Gewinnerliste an. Einerseits hat "Irma" an Kraft verloren und möglicherweise geringere Schäden angerichtet als befürchtet, andererseits dürfte die Wirbelstürme "Harvey" und "Irma" dafür sorgen, dass die Prämien der Rückversicherer bei der kommenden Erneuerungsrunde anziehen. Münchener Rück steigen um 4,1 Prozent, Hannover Rück im MDax um 5,4 Prozent.

Daimler hingegen geraten als einziger Dax-Wert unter Druck und verlieren 0,3 Prozent. "Die Aussagen vom Kapitalmarkttag von Mercedes-Benz ernüchtern etwas", sagt ein Händler. Zum einen sei zur Aufspaltung nichts Neues gekommen, nachdem die Spekulationen dazu den Kurs in der vergangenen Woche stark angetrieben hatten.

17:19 Uhr

Euro sackt wieder unter die 1,20-Dollar-Marke

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,04

Nach seinem jüngsten Höhenflug geht es für den Euro wieder leicht nach unten. Zuletzt kostet die europäische Gemeinschaftswährung 1,1984 US-Dollar. Im Mittagshandel hatte sie noch über der Marke von 1,20 Dollar notiert.

Leicht belastet wurde der Euro zum Wochenstart durch Äußerungen von EZB-Direktor Benoît Cœuré. Die aktuellen Wechselkursschwankungen sind nach Einschätzung des Notenbankers ein "Grund für Verunsicherung". Sie müssten beobachtet werden. Er äußerte sich ähnlich wie zuletzt Notenbank-Chef Mario Draghi.

16:53 Uhr

Achillion Pharmaceuticals brechen um 20 Prozent ein

Die Anleger des US-Pharmaunternehmens Achillion Pharmaceuticals erleben einen rabenschwarzen Tag. Im frühen Handel brechen die Aktien an der Nasdaq um fast 20 Prozent ein. Auslöser ist, dass Johnson & Johnson (J&J) die Zusammenarbeit mit Achillion zur Entwicklung eines Hepatitis-C-Medikaments beendet hat. Für Achillion war es eine der wichtigsten Entwicklungspartnerschaften.

16:19 Uhr

Reform-Plan hievt Brasiliens Börse auf Rekordhoch

In Erwartung weiterer wirtschaftsfreundlicher Reformen decken sich immer mehr Anleger mit brasilianischen Wertpapieren ein. Der Leitindex der Börse Sao Paulo steigt um 1,3 Prozent auf ein Rekordhoch von 74.032 Punkten. Auch bei der Währung des Landes greifen Investoren zu. Der Dollar fällt daraufhin auf ein Fünf-Monats-Tief von 3,0801 Real.

Vergangene Woche hatte das brasilianische Parlament zwei wichtige Gesetze verabschiedet, um den Anstieg der Staatsausgaben zu begrenzen und Subventionen zu verringern. Damit will Präsident Michel Temer weitere Steuererhöhungen vermeiden und sein Land aus der größten Rezession seit 100 Jahren führen.

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Börse in Sao Paulo.

(Foto: REUTERS)

 

15:50 Uhr

Wall Street startet fester in Börsenwoche

Die US-Aktienmärkte starten freundlich in die neue Handelswoche. Investoren zeigen sich erleichtert, dass sich der verheerende Hurrikan "Irma" mittlerweile abgeschwächt hat. Börsianern zufolge fallen die Schäden am Wochenende in Florida nicht so ganz katastrophal aus wie befürchtet. Außerdem gab es ein Durchatmen in der Nordkorea-Krise, nachdem die Führung in Pjöngjang am Unabhängigkeitstag des Landes auf einen Raketentest verzichtet hatte.

"Das ist eine Erleichterungsrally", sagte Marktökonom Peter Cardillo vom Investmenthaus First Standard Financial. "Es sieht so aus, als ob Florida das Schlimmste erspart blieb." Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notiert in den ersten Minuten 0,8 Prozent fester bei 21.979 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 steigt 0,7 Prozent auf 2479 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq klettert ein Prozent auf 6422 Stellen.

15:43 Uhr

Zu große Hoffnungen? SMA-Solar-Aktien geben weiter nach

SMA Solar
SMA Solar 40,06

Schlusslicht im TecDax sind zu Wochenbeginn die Aktien von SMA Solar. Damit setzt sich die Konsolidierung der Aktie fort. SMA verlieren 2,2 Prozent - das Papier hat auf Wochensicht bereits 7,3 Prozent an Wert verloren.

Das Papier ist zu schnell zu weit gelaufen, was Gewinnmitnahmen begünstigt. Zuvor hatten SMA Solar in den vergangenen sechs Monaten rund 40 Prozent zugelegt.

Am Montag hat die Bank Warburg vor zu hohen Erwartungen gewarnt und die Aktie zum Verkauf empfohlen. Die Hoffnungen, die der Wechselrichterhersteller für die Solarbranche in den chinesischen Markt setze, halten die Analysten angesichts des aktuell relativ geringen Marktanteils für unrealistisch - auch im Fall einer deutlich anziehenden Nachfrage.

14:52 Uhr

Japan privatisiert weitere Anteile der Post

In Japan bahnt sich die größte Aktienplatzierung des laufenden Jahres an: Die Regierung will weitere Anteile der Post im Wert von umgerechnet fast 10 Milliarden Euro an die Börse bringen. Der Preis für die rund 22 Prozent der Aktien steht noch nicht fest, erreicht aber zum aktuellen Börsenkurs den genannten Wert.

In Japan hat es eine derart große Transaktion dieses Jahr noch nicht gegeben. Weltweit kommt nur die italienische Bank Unicredit mit ihrer Kapitalerhöhung auf einen höheren Wert.

Die Post war im November 2015 an die Börse gegangen. Der Erlös aus dem nun angestrebten zweiten Verkauf von Aktien soll in den Wiederaufbau der 2011 bei dem Erdbeben und einem Tsunami zerstörten Landesteile fließen.

14:25 Uhr

Neue Hoffnung auf Stahl-Fusion lässt Thyssenkrupp steigen

Thyssenkrupp gewinnen 2,5 Prozent und gehören damit zu den größten Gewinnern im Dax. Hintergrund: Wie die Financial Times berichtet, hat Tata Steel von den Aufsichtsbehörden grünes Licht für die Trennung ihrer Pensionsverpflichtungen von den Stahlaktivitäten in Großbritannien erhalten. Damit verbessern sich nicht nur die Aussichten für das bedrohte Port-Talbot-Werk, sondern möglicherweise wird auch der Weg frei für eine Fusion der Stahlsparten von Tata und Thyssenkrupp.

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(Foto: picture alliance / Roland Weihra)

 

13:46 Uhr

Bei Aixtron geht der Aufwärtsrausch weiter

Aixtron
Aixtron 22,74

Im TecDax wirbelt erneut eine Aktie das Ganze Feld auf: Aixtron. Um mehr als 10 Prozent geht es erneut nach oben für die Papiere des auf die Halbleiterindustrie spezialisierten Anlagenbauers. Das Tageshoch liegt bei 10,72 Euro, das ist der höchste Stand seit Oktober 2014. Für das laufende Jahr bedeutet das ein Kursplus von unglaublichen 245 Prozent.

Zudem stärken erneut Analysten zu Wochenbeginn der Aktie den Rücken: Die Investmentbank Oddo BHF hat Aixtron mit "Buy" und einem Kursziel von 11,50 Euro wieder in die Bewertung aufgenommen.

13:25 Uhr

Überraschende Prognose treibt Mevis gen Allzeithoch

Mevis Medical Solutions
Mevis Medical Solutions 33,80

Wieder in Richtung Allzeithoch mach sich die Aktien des Bremer Anbieters von Klinik-Software, Mevis Medical Solutions. Der Kurs steigt um 4,2 Prozent auf 39,97 Euro. Ein neuer Rekord wäre bei 41 Euro aufgestellt.

Grund ist ein überraschende Anhebung der Prognose: Mevis rechnet im laufenden Geschäftsjahr bis Ende September nun mit 18 bis 18,5 Millionen Euro Umsatz, eine Million mehr als bisher angestrebt. Das EBIT wird bei 6 bis 6,5 Millionen erwartet, ebenfalls eine Million über dem bisherigen Ziel.

12:47 Uhr

Euro leidet unter Rally bei Pfund und Dollar

Der britische Pfund (re.) hat gegenüber dem Euro nach dem Brexit deutlich an Wert verloren. Foto: Ralf Hirschberger

Societe Generale geht davon aus, dass das Pfund weiter Boden gutmachen dürfte.

(Foto: dpa)

Eine temporäre Erleichterungsrally im Dollar und Pfund sorgt für entsprechende Abschläge beim Euro. Aktuell notiert der Euro mit 0,9102 Pfund nur knapp über der ersten Marke. Zum Dollar zeigt sich der Euro derweil leicht erholt, nach Abschlägen unter 1,2000 Dollar werden mittlerweile wieder 1,2018 Dollar bezahlt.

Im Verlauf der Woche stehen wichtige Konjunkturdaten in Großbritannien an, unter anderem zu Inflation und Beschäftigung. Anleger spekulieren offenbar, dass die Schwäche des Pfunds zu den Inflationssorgen beigetragen hat.

12:16 Uhr

Steigende Lust auf Risiko dürfte Wall Street stärken

Die Risikoneigung unter Anlegern steigt, der Goldpreis und die Wechselkurse des japanischen Yen sinken. Vor diesem Hintergrund steigt die Bereitschaft unter Investoren, Gelder in Aktien zu transferieren. Daher suggeriert der Aktienterminmarkt in den USA eine freundliche Handelseröffnung am Kassamarkt.

Ganz entscheidenden Anteil an der positiven Stimmung an der Wall Street hat Wirbelsturm "Irma". Dieser hat den US-Bundesstaat Florida zwar wie erwartet heimgesucht und erhebliche Verwüstungen angerichtet, doch fielen diese doch nicht ganz so dramatisch wie befürchtet aus.

Darüber hinaus hat der nordkoreanische Diktator Kim Jong Un zum Jahrestag der Staatsgründung auf eine erneute Provokation verzichtet. In der Vergangenheit hatte das Regime in Pjöngjang mit schöner Regelmäßigkeit den Tag für Raketentests genutzt.

12:08 Uhr

Kurs von SAP profitiert von Artikel in US-Magazin

Die Aktien des deutschen Software-Riesen SAP notieren gegen Mittag weiterhin fest. Der Kurs steigt 1,2 Prozent auf 91,61 Euro.

Die Stimmung profitiert laut Händlern von einem Bericht des US-Finanzmagazins Barron's. Der Markt für Unternehmens-Software wachse und der Marktanteil von SAP noch anziehe, zitiert das Magazin den Portfolio-Manager Benjamin Segal vom Vermögensverwalter Neuberger Berman International. Dieser sagte allerdings auch, nach der jüngsten Margenenttäuschung müsse SAP nun auch liefern.

11:33 Uhr

Auch Umstellung auf E-Mobilität belastet Daimler-Aktie

Mercedes-Benz
Mercedes-Benz 55,70

Nur Gewinner gibt es im Dax – mit einer Ausnahme: Ganz unten verbuchen die Aktien des Autobauers Daimler ein Minus von rund 1,2 Prozent. "Die Aussagen vom Kapitalmarkttag von Mercedes ernüchtern etwas", sagt ein Händler. Zum einen sei zur Aufspaltung nichts Neues gekommen, nachdem die Spekulationen dazu den Kurs in der vergangenen Woche stark angetrieben hatten.

"Nach der Euphorie der vergangenen Woche haben nun Gewinnmitnahmen eingesetzt", so der Händler. Daneben könnte die Umstellung auf Elektromobilität je nach Tempo die Margen belasten. Auch das drücke etwas auf die Stimmung.

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Elektrische Vision bei Daimler - der Mercedes-Maybach 6 Cabriolet.

(Foto: AP)

 

11:05 Uhr

Paragons Batterie-Pläne lassen Aktie hoch fliegen

Die Aktien des ostwestfälischen Automobilzulieferers Paragon schießen im frühen Handel um fast 10 Prozent weiter nach oben. Das Unternehmen hat den Börsengang seiner Batterie-Tochter Voltabox für den Herbst ins Auge gefasst.

"Entsprechende Spekulationen haben den Kurs schon stark getrieben, um gut 30 Prozent seit Anfang August", sagt ein Händler. Der Aufwärtstrend der Aktie sei aber stark und intakt. Paragon erhofft sich von dem Schritt einen Wachstumsschub für das Unternehmen, das Batteriesysteme auf Lithium-Ionen-Basis entwickelt und herstellt.

10:39 Uhr

Kion-Aktien steigen auf neues Rekordhoch

Kion
Kion 41,05

Anleger decken sich nach einem positiven Analystenkommentar mit Aktien des Gabelstaplerherstellers Kion ein und den Kurs auf ein Rekordhoch getrieben. Die Papiere klettern um 2,5 Prozent auf 79,60 Euro und sind einer der gefragtesten Werte im Nebenwerteindex MDax.

JP Morgan startete die Bewertung von Kion mit einem Anlageurteil von "overweight" und setzte ein Kursziel von 89 Euro fest. Kion wachse auf absehbare Zeit organisch deutlich stärker als das Bruttoinlandsprodukt zulege. Durch die Übernahme des Logistik-Spezialisten Dematic habe sich Kion zudem eine gute Grundlage für weiteres Geschäftswachstum geschaffen, so die JP-Morgan-Analysten.

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Gabelstapler-Modell Still RX 70 Hybrid - Kion ist einer der weltweit größten Anbieter von Gabelstaplern und Lagertechnickgeräten.

(Foto: picture alliance / dpa)

 

10:14 Uhr

Neuer Chef beflügelt Teva-Aktie - Lundbeck brechen ein

Anleger jubeln über den neuen Chef beim weltweit führenden Generikahersteller Teva. Die Aktien der israelischen Ratiopharm-Mutter schießen um 8,8 Prozent auf den höchsten Stand seit drei Wochen nach oben, nachdem der Konzern Kare Schultz zum neuen Vorstandsvorsitzenden ernannt hat.

Schultz führte seit Mai 2015 den dänischen Pharmakonzern Lundbeck, dessen Anleger schockiert auf den Chefwechsel reagierten. Die Titel brechen an der Börse in Kopenhagen um knapp 13 Prozent ein und notieren auf dem tiefsten Stand seit zweieinhalb Monaten. Zudem verliert Lundbeck Top-Manager Staffan Schüberg, der für Vertrieb und Marketing zuständig war.

09:38 Uhr

"Irma" im Blick - Rückversicherer in Dax und MDax top

Unklar ist zwar noch das volle Ausmaß der Zerstörung durch den Wirbelsturm "Irma", der derzeit über den US-Bundesstaat Florida hinwegfegt. Dennoch sind die Titel von deutschen Rückversicherern bereits gefragt:

Münchener Rück legen 4,2 Prozent zu und sind Top-Favorit im Dax. Hannover Rück steigen im MDax sogar 5,3 Prozent.

Münchener-Rück-Vorstand Torsten Jeworrek sagte am Wochenende beim alljährlichen Treffen der Branche in Monte Carlo, sein Konzern sei in Florida nicht so stark engagiert. Positiv kommt bei Anlegern außerdem an, dass die Konzerne mit stabileren Preisen und besseren Marktbedingungen rechnen.

09:17 Uhr

Dax setzt seinen Siegeszug fort

Zum Wochenstart macht der Dax da weiter, wo er am vergangenen Freitag aufgehört hat: Um weitere 0,8 Prozent nach oben geht es am Morgen mit dem deutschen Leitindex. Die 12.400er-Marke wird bereits angekratzt, aber nicht überschritten. Damit legt der Dax auf Wochensicht rund 300 Punkte zu.

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Für gute Stimmung unter den Börsianern sorgt die sinkende Gefahr einer Eskalation Ostasien: Das Regime in Nordkorea hat bisher auf weitere Raketentests verzichtet. Unterstützend wirkt auch, dass Hurrikan "Irma" deutlich an Kraft verloren hat. Damit dürften die von ihm verursachten Schäden geringer ausfallen, als befürchtet.

Eine wichtige Rolle spielt erneut auch der Euro, der wieder etwas an Stärke eingebüßt hat. Zwar notiert die Gemeinschaftswährung weiter über der Marke von 1,20 Dollar. Von seinem Hoch am Freitag bei fast 1,21 Dollar ist er jedoch noch ein Stück weit entfernt. Ein schwächerer Euro kommt den exportlastigen Unternehmen zugute, da sie ihre Waren in Ausland billiger anbieten können.

08:06 Uhr

Ölpreise steigen leicht

Die Ölpreise sind mit moderaten Preisaufschlägen in die neue Woche gestartet. Allerdings wurde nur ein Teil der deutlichen Rückgänge vom Freitag wettgemacht. Im frühen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November 54,03 US-Dollar. Das waren 25 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Oktober stieg um 38 Cent auf 47,86 Dollar.

Aus dem Handel wurden mehrere Gründe für die jüngsten Preiszuwächse genannt. So habe sich zum einen der schwere Hurrikan "Irma" etwas abgeschwächt.

Vereinzelte Befürchtungen, der Sturm könnte die Region im Golf von Mexiko heimsuchen, wo viele US-Raffinerien liegen, haben sich nicht bewahrheitet. Vielmehr gehen in der Golfregion immer mehr Raffinerien wieder in Betrieb, was die Rohölnachfrage und die Ölpreise stützt. Wegen des Wirbelsturms "Harvey" mussten viele Raffinerien im Golf von Mexiko geschlossen werden.

08:00 Uhr

Nikkei macht Satz nach oben

Nikkei
Nikkei 25.935,62

Aufwärts geht es zu Wochenbeginn an den ostasiatischen Aktienmärkten. Das Ausbleiben eines neuen Raketentests in Nordkorea sorgt bei den Anlegern für etwas Erleichterung. Zum Jahrestag der Staatsgründung in Nordkorea war vielfach ein erneuter Raketenabschuss und damit einer weiteren Provokation befürchtet worden. Noch im vergangenen Jahr hatte Nordkorea zu diesem Anlass einen Atomwaffentest durchgeführt um seine Macht zu demonstrieren. Sichere Häfen wie Anleihen, Gold und der Yen geben nach.

Der schwächere Yen verleiht der Börse in Tokio zusätzlichen Schub. Für den Nikkei-225 geht es um 1,4 Prozent auf 19.534 Punkte nach oben. Am Freitag war der Index noch auf ein Viermonatstief abgerutscht und hatte zudem schwächste Wochenperformance seit sieben Wochen verzeichnet. Neben dem schwächeren Yen, der vor allem Exportwerte antreibt, stützen gute Konjunkturdaten. Die Maschinenbauaufträge sind im Juli mit einem Plus von 8,0 Prozent deutlich stärker gestiegen als die erwartete Zunahme von 5,1 Prozent.

Für den Shanghai-Composite geht es um 0,1 Prozent auf 3370 Punkte nach oben. Im australischen Sydney rückt der S&P/ASX 200 um 0,8 Prozent vor und für den Kospi in Seoul geht es, angetrieben vor allem von einem deutlichen Plus beim Index-Schwergewicht Samsung, um 0,7 Prozent nach oben.

Günstige Konjunkturdaten gab es am Wochenende auch aus China. Sie deuten auf eine robuste Konjunktur hin. Die Inflation ist auf Basis der Verbraucherpreise im August auf ein Siebenmonatshoch geklettert. Der Verbraucherpreisindex zog um 1,8 Prozent auf Jahressicht an. Damit kletterte die Inflation deutlicher als mit 1,6 Prozent vorausgesagt. Parallel stiegen die Erzeugerpreise auf ein Viermonatshoch und stärker als erwartet.

07:39 Uhr

"Irma" treibt Dollar, Dollar treibt Dax

Guten Morgen,

DAX
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der Beginn der neuen Handelswoche steht erst einmal im Zeichen der Dollar-Erholung. Der festere Kurs der US-Währung treibt nach den asiatischen voraussichtlich auch die europäischen Aktienmärkte nach oben. "Irma hat an Kraft verloren, der Dollar erholt sich und die Risikobereitschaft nimmt zu", sagt ein Händler. Profitieren dürften exportorientierte europäische Aktien, aber auch Rohstoffwerte wegen der erwarteten höheren Nachfrage aufgrund der Irma- und besonders auch immer noch der Harvey-Schäden.

Der Dollar profitiert davon, dass nun die Sorgen vor einem weiteren Verschuldungsschub in den USA nachlassen. Denn die Schäden durch Irma sind nicht so hoch wie befürchtet, nachdem der Hurrikan zum Tropensturm der Kategorie 2 herabgestuft wurde. Der Euro steht bei 1,2010 Dollar, nachdem er am Freitag bis auf knapp 1,21 Dollar gestiegen war.

Der Dax wird am Hoch der vergangenen Woche bei 12.360 Punkten gestellt. Sollte er dieses überwinden, schließt er laut Marktanalysten eine kurzfristige Bodenbildung ab. Dann sind nach ihrer Meinung weitere deutliche Anschlussgewinne Richtung 12.680 möglich, möglicherweise sogar ein erneuter Anlauf Richtung Rekordstand. Vorbörslich notiert der Frankfurter Leitindex 0,4 Prozent höher bei 12.352 Zählern.

Auch der Euro-Stoxx-50 wird etwas höher gestellt.
Der Terminkalender ist erst einmal vergleichsweise leer. Mit dem Beginn der IAA könnten weiterhin die Autotitel im Blick stehen.

Mein Name ist Kai Stoppel und ich begleite Sie durch den Handelstag. Sie können mich erreichen unter Kai.Stoppel@nama.de.

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