Der Börsen-TagNeues KI-Tool schreckt Europas Börsen auf
Aufgescheucht durch Sorgen über neue KI-gestützte Anwendungen ziehen Anleger bei europäischen Technologie- und Finanzaktien den Stecker. Der Dax verliert im Zuge dessen 0,4 Prozent auf 24.897 Punkte, der EuroStoxx50 gibt 0,3 Prozent auf 6027 Zähler ab. Angesichts der US-Arbeitsmarktdaten am Nachmittag und gemischt ausgefallener Firmenbilanzen hielten sich viele Investoren zusätzlich mit Engagements zurück.
Für Nervosität im Finanzsektor sorgte die Ankündigung von Altruist, ein neues Steuerplanungstool in seiner KI-Plattform Hazel einzuführen. An der Londoner Börse fielen die Papiere von Vermögensverwalter St. James's Place um mehr als zehn Prozent, die Titel der italienischen FinecoBank verloren knapp sieben Prozent. Aktien der Online-Handelsplattformen Flatex und Swissquote sackten um 8,3 und 3,9 Prozent ab.
"Im KI-Wettlauf wird es Gewinner und Verlierer geben, und ein Großteil des derzeit eingesetzten Kapitals wird abgeschrieben werden müssen", sagte Axel Botte, Chefstratege des französischen Investmenthauses Ostrum Asset Management. Damit geht allgemein auch die Angst vor Jobverlusten einher. Bei dem mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktbericht sehen Experten ein Stellenplus außerhalb der Landwirtschaft im Januar von 70.000, nach 50.000 im Dezember. Die US-Notenbank Fed, die stabile Preise und Vollbeschäftigung fördern soll, hat den Leitzins zuletzt nach drei Senkungen in Folge nicht angetastet.