Der Börsen-Tag"Nicht genug Klarheit": Weniger Niki-Gebote als erwartet
Nach Zeitfracht (siehe Eintrag um 11:36 Uhr) hat nun auch Ryanair sein Interesse an der insolventen Air-Berlin-Tochter Niki verloren.
"Leider gab es nicht genug Klarheit über die Vermietung von Lufthansa-Flugzeugen an Niki, das konnten wir nicht rechtzeitig lösen", teilte das Unternehmen mit. Wie erwartet reichte unterdessen aber Niki-Gründer und Ex-Rennfahrer Niki Lauda ein Angebot zur Übernahme des Ferienfliegers ein. Er hatte im Vorfeld ebenfalls kritisiert, dass nicht klar sei, wie viele Flugzeuge Niki überhaupt noch zur Verfügung stünden.
Von der Flotte von 20 Maschinen hat die Lufthansa nach eigenen Angaben vier Flieger gekauft. Diese muss sie aber dem neuen Eigentümer von Niki weiterverkaufen, nachdem sie selbst den Plan einer Niki-Übernahme verworfen hat.
Der Insolvenzverwalter will rasch Nägel mit Köpfen machen. Alle eingehenden Angebote für Niki sollen noch im Laufe des Tages geprüft und dem Gläubigerausschuss schon am Freitag vorgelegt werden.