Der Börsen-TagNorwegischer Staatsfonds scheut eine besondere Investition
Norwegens zwei Billionen Dollar schwerer Staatsfonds zeigt sich bei direkten Investitionen im boomenden Markt für Rechenzentren zurückhaltend. "Wir haben keine aktiven Pläne, dort zu investieren", sagte der neue Fondschef Alexander Knapp. Man sei bei stark schwankenden Sektoren sehr vorsichtig.
Der weltgrößte Staatsfonds hält zwar Anteile an börsennotierten Unternehmen, die Rechenzentren besitzen. Er ist aber nicht direkt an solchen Objekten beteiligt. Die Nachfrage nach Rechenzentren wird derzeit stark vom Ausbau der Infrastruktur für Künstliche Intelligenz durch Technologieriesen wie Microsoft, Amazon und Google angetrieben. Einige Investoren befürchten jedoch, das Wachstum könnte zu schnell und nicht nachhaltig sein.
Die Zurückhaltung ist Teil einer neuen Immobilienstrategie, die der norwegische Staatsfonds vorstellte. Demnach will er seine Präsenz über die bisherigen Metropolen hinaus ausweiten und künftig in ganz Westeuropa sowie in den USA und Kanada nach geeigneten Standorten suchen.