Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagNur US-Preisdaten locken Dax hinter dem Ofen hervor

13.02.2026, 17:38 Uhr

Die ungewisse US-Zinspolitik und KI-Sorgen haben heute die Kauflaune am deutschen Aktienmarkt getrübt. Der Dax pendelte lange Zeit um den Donnerstag-Schlussstand herum. Doch nach den US-Inflationsdaten kam etwas Schwung in den Frankfurter Börsenhandel. Die Verbraucherpreise sind in den USA im Januar um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen und damit weniger als die prognostizierten 0,3 Prozent. In der Kernrate entsprach der Anstieg mit 0,3 Prozent den Erwartungen. Dennoch nimmt die Lesung Druck von der US-Notenbank, wodurch sich der Spielraum für mögliche Zinssenkungen erhöhen dürfte.

Am Ende ging der Dax 0,3 Prozent fester mit 24.915 Punkten ins Wochenende. Der EuroStoxx50 notierte 0,3 Prozent tiefer bei 5991 Stellen.

Ein Ausbruch über 25.000 Punkte im Dax sei derzeit nur schwer möglich, resümierte Jochen Stanzl von der Consorsbank. "Die Erkenntnis, was KI alles kann, und die daraus entstehende Angst vor den Auswirkungen auf Unternehmen ziehen immer größere Kreise und scheinen vor keinem Segment des Aktienmarktes Halt zu machen." Zuletzt kamen an der Wall Street Transport- und Logistikwerte ins Schlingern. Anfang der Woche standen Versicherungstitel im Fadenkreuz. Auch der Dax kam seit Montag unterm Strich kaum vorwärts.

Nachgebende Renditen an den Anleihemärkten drückten auf Bankenaktien. Im Dax verloren Commerzbank 5,7 Prozent und Deutsche Bank 4,0 Prozent. Nach dem starken Anstieg im vergangenen Jahr gehört der Sektor mit nachgebenden Renditen seit Jahresbeginn zu den Branchenverlierern.

Quelle: ntv.de