Der Börsen-TagÖkonomen: Teurer Sprit treibt Inflation wieder an
Die Inflation in Deutschland ist im Oktober nach Prognose von Ökonomen gestiegen. Die Verbraucherpreise dürften um durchschnittlich 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zulegen, sagen zwölf von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Volkswirte im Schnitt voraus. Im September war die Teuerungsrate wegen billigerer Energie auf 1,6 Prozent gefallen; der niedrigste Stand seit Februar 2021. "Der Inflationsrückgang dürfte sich im Oktober nicht fortgesetzt haben", sagte Ökonom Uwe Dürkop von der Berliner Sparkasse.
Der Chefvolkswirt des Vermögensverwalters Bantleon, Daniel Hartmann, nennt den wichtigsten Grund für die erwartete Entwicklung: "Der Anstieg der Kraftstoffpreise ist in Deutschland recht prägnant". Auch bei Nahrungsmitteln sei mit einer überdurchschnittlichen Verteuerung zu rechnen, fügte Hartmann hinzu. Die Bundesbank stimmte in ihrem aktuellen Monatsbericht ebenfalls auf eine höhere Inflation ein. "In den nächsten Monaten wird die Teuerungsrate voraussichtlich wieder ansteigen", betonte sie darin. "Der Grund hierfür sind unter anderem Basiseffekte bei Energie."