Der Börsen-TagÖlpreise rutschen ab
Die Einigung der USA und des Irans auf Gespräche im Oman lässt die Ölpreise purzeln. Anleger hoffen nun, dass ein potenzieller militärischer Konflikt zwischen den beiden Ländern, der die Öllieferungen aus der wichtigen Förderregion im Nahen Osten beeinträchtigen würde, vermieden werden kann. Das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI verbilligen sich in der Spitze um 2,5 Prozent auf 67,71 beziehungsweise 63,48 Dollar je Fass. Ursprünglich hätten die für Freitag geplanten Atomgespräche in Istanbul stattfinden sollen, der Iran hatte jedoch auf einer Verlegung bestanden. Spekulationen, das Treffen könnte scheitern, hatten die Ölpreise am Mittwoch in die Höhe schnellen lassen.
Die geopolitische Risikoprämie beim Ölpreis sei etwas kleiner geworden, sagt Mukesh Sahdev von dem Energieberatungsunternehmen XAnalysts. Es sei jedoch wahrscheinlich, dass die Gespräche neue Differenzen zutage förderten und die Risikoprämie bald wieder steigen werde. US-Präsident Donald Trump hatte der Regierung in Teheran mit Konsequenzen gedroht, sollte in den Gesprächen keine Einigung erzielt werden.