Der Börsen-TagÖlpreise ziehen wieder spürbar an
Die Ölpreise ziehen wegen stockender Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran erneut deutlich an. Die Nordseesorte Brent verteuert sich um gut zwei Prozent auf 107,49 Dollar pro Barrel. Der Preis für die US-Sorte WTI steigt knapp zwei Prozent auf 96,17 Dollar. Die Hoffnungen auf erneute Friedensbemühungen hatten am Wochenende einen Dämpfer erhalten: US-Präsident Donald Trump sagte eine geplante Reise seiner Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner nach Islamabad ab, obwohl der iranische Außenminister Abbas Aragtschi bereits in Pakistan eingetroffen war. Trump forderte den Iran danach auf, bei Verhandlungsbedarf den Kontakt zu suchen.
Bereits in der Vorwoche hatten Brent und WTI mit einem Plus von fast 17 beziehungsweise 13 Prozent die größten wöchentlichen Gewinne seit Kriegsbeginn verzeichnet. Angesichts der geringeren Fördermenge im Nahen Osten hob die US-Investmentbank Goldman Sachs ihre Ölpreis-Prognosen für das vierte Quartal an. Die Großbank erwartet nun einen Preis von 90 Dollar pro Barrel für Brent und 83 Dollar für WTI. Die wirtschaftlichen Risiken seien größer, als das Basisszenario für Rohöl allein vermuten lasse, erklärten Analysten.