Der Börsen-TagOptimisten erobern Asien-Märkte
Die an den Finanzmärkten aufgekommene Hoffnung auf eine Entspannung der Corona-Krise in den USA und in Europa lässt Anleger in Japan bei Aktien zugreifen. Für Kauflaune sorgt außerdem das angekündigte, knapp eine Billion US-Dollar schwere Konjunkturpaket der japanischen Regierung. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notiert gegen Mittag in Tokio 1,2 Prozent höher bei 18.791 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index legt ebenfalls um 1,2 Prozent zu auf 1393 Zähler.
Gestern hatte der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe ein "beispielloses" Konjunkturpaket angekündigt, das die Regierung heute beschließen will. Die Rettungshilfen sollen mit einem Volumen von rund 108 Billionen Yen (rund 915 Milliarden Euro) deutlich üppiger sein als in der Finanzkrise im Jahr 2009. Damals hatte Japan 56 Billionen Yen lockergemacht, um die Konjunktur zu stützen.
Im asiatischen Devisenhandel verliert der US-Dollar 0,2 Prozent auf 108,99 Yen. Zur Schweizer Währung notiert er bei 0,9785 Franken. Der Euro legt 0,1 Prozent zu auf 1,0809 US-Dollar. Das Pfund Sterling bleibt in der Defensive, nachdem der an Covid-19 erkrankte Premierminister Boris Johnson auf die Intensivstation verlegt wurde. Zum Euro verliert es 0,2 Prozent auf 88,39 Pence.