Der Börsen-TagPerfekte Woche: Trumps Zinsträume könnten wahr werden
Der Dax bastelt an der perfekten Woche: Bislang konnte der deutsche Börsenleitindex alle vier bisherigen Handelstage mit Aufschlägen abschließen. Das Wochenplus summiert sich bislang auf 3,2 Prozent, gestern sprang das Börsenbarometer auch wieder über die 24.000er-Marke – und zwar deutlich. Der Dax schloss mit 24.193 Zählern.
Neben der Berichtssaison sorgen auch Spekulationen über eine möglicherweise anstehende Zinssenkung durch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) für Kauflaune bei den Anlegern. Und das Thema Fed bleibt auch heute im Markt: Mit dem Abgang von Direktorin Adriana Kugler ergibt sich eine Vakanz im Board der US-Notenbank. US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die Nachfolgefrage bis Ende der Woche zu klären. Er will den frei werdenden Posten zunächst nur vorübergehend besetzen und eine dauerhafte Lösung auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Als aussichtsreiche Kandidaten gelten der frühere Fed-Direktor Kevin Warsh und der Direktor des Nationalen Wirtschaftsrats, Kevin Hassett. Beide haben sich wie Trump für niedrigere Zinsen ausgesprochen. Kugler hat für heute ihren vorzeitigen Rückzug angekündigt, obwohl ihre Amtszeit erst Ende Januar 2026 abgelaufen wäre.
Unternehmensseitig hat der Industriekonzern Thyssenkrupp seine Aktionäre zu einer außerordentlichen virtuellen Hauptversammlung eingeladen. Sie sollen den Weg für einen Börsengang der Marine-Tochter TKMS freimachen. Dazu will der Konzern an seine Aktionäre einen Minderheitsanteil an einer neuen Holdinggesellschaft von TKMS abspalten. Diese soll an der Börse notiert werden. Die Aktionäre des Konzerns halten zunächst 49 Prozent daran und die Thyssenkrupp AG 51 Prozent. Eine Mehrheit für die Pläne gilt als sicher.