Der Börsen-TagPowell-Aussagen treiben Asien-Börsen an
Die Hoffnung auf ein weniger straffes Zinserhöhungstempo der US-Notenbank sorgt auch an den ostasiatischen Börsen für Kursgewinne. Gleichwohl fallen diese nicht so deutlich aus, wie an der Wall Street. Fed-Chef Jerome Powell hat angedeutet, dass die Zentralbank bei ihrer nächsten Sitzung im Dezember die Zinsen um 50 Basispunkte erhöhen wird. Sie würde damit die beispiellose Serie von vier Erhöhungen um 75 Basispunkte zur Bekämpfung der hohen Inflation beenden. Powell sagte in einer Rede, dass sich der überhitzte Arbeitsmarkt noch weiter abkühlen müsse, damit die Fed zuversichtlich sei, dass die Inflation dauerhaft in Richtung ihres Ziels von 2 Prozent sinken wird. Damit rückt der US-Arbeitsmarktbericht für November am Freitag noch stärker in den Fokus.
Weiteren Auftrieb erzeugen die jüngsten Äußerungen zur chinesischen Covid-Politik. China scheint seinen Ton bezüglich seiner Covid-19-Politik zu mäßigen, nachdem Vizepremierministerin Sun Chunlan sagte, dass die Bemühungen zur Bekämpfung des Virus in eine neue Phase eintreten, so IG-Marktstratege Yeap Jun Rong. "Das scheint auf Pläne für eine Wiedereröffnung im nächsten Jahr hinzudeuten", ergänzt der Teilnehmer. Die chinesischen Gesundheitsbehörden haben nach den Protesten im Land gegen den strengen Corona-Kurs ihre Aussagen zu den Risiken von Covid-19 gemildert. Zudem werden die Lokalregierungen aufgefordert, unnötige und langwierige Lockdowns zu vermeiden