Der Börsen-TagPreisdruck sorgt für Ergebniseinbruch bei Lanxess
Eine schwache Nachfrage, anhaltender Preisdruck aus Asien und ungünstige Wechselkurse hinterlassen bei Lanxess tiefe Spuren. Der Spezialchemiekonzern musste im ersten Quartal einen Ergebniseinbruch verdauen, bekräftigte jedoch seine Jahresziele. "Der Jahresstart war schwach, aber seit März sehen wir ein leicht positives Momentum", sagte Vorstandschef Matthias Zachert. Durch den Krieg im Nahen Osten seien die Lieferketten vieler asiatischer Wettbewerber gestört, weshalb sich Kunden wieder stärker europäischen Anbietern zuwendeten. Lieferfähigkeit sei derzeit ein bedeutender Wettbewerbsvorteil. Zudem habe das Unternehmen für viele Produkte die Preise erhöht, um gestiegene Kosten für Rohstoffe, Energie und Logistik weiterzugeben.
Im abgelaufenen Quartal schrumpfte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13,9 Prozent auf 1,378 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (Ebitda) vor Sondereinflüssen brach um 29,3 Prozent auf 94 Millionen Euro ein. Neben niedrigeren Verkaufspreisen drückte auch der Verkauf des Urethan-Geschäfts im Vorjahr auf die Bilanz. Unter dem Strich erhöhte sich der Verlust auf 141 Millionen Euro von einem Minus von 57 Millionen vor Jahresfrist. Für das zweite Quartal rechnet Lanxess mit einer Besserung.