Der Börsen-TagProminente Inflationswarnungen machen Börsianer nervös
Das Thema "Inflation" wirkt immer belastender auf die Märkte. Unter anderem warnte in den USA Ex-Finanzminister Larry Summers vor einer unterschätzen Inflation, nachdem bereits im Wochenverlauf allein drei ehemalige Chef-Volkswirte der EZB gewarnt hatten sowie Banken wie JP Morgan. Dazu hatte die Fondsmanager-Umfrage der Bank of America für Unruhe gesorgt, die von einem "Peak Optimism" bei gleichzeitig sehr niedrigen Cash-Beständen gesprochen hatte.
Entsprechend sensibilisiert gehen die Märkte heute in die zahlreichen Verbraucherpreisveröffentlichungen (CPI). Vor allem Großbritannien und die EU-Daten stehen im Fokus. Aus den USA war zuletzt ein Ansprung von 4,2 Prozent berichtet worden. Händler halten daher die derzeitige Erwartung eines Eurozonen-CPI von nur 1,6 Prozent mehr als im Vorjahr für unrealistisch. In der Kernrate sollen die Preise sogar nur um 0,8 Prozent gestiegen sein. Den Schätzungen der Volkswirte wird mittlerweile ein großes Misstrauen entgegengebracht, nachdem die Prognose des jüngsten US-Arbeitsmarktberichts völlig daneben gelegen hatte.