Der Börsen-TagProtestwelle bei Bosch gegen Stellenabbau und EU-Verbrenner-Aus
Die bei Bosch seit Wochen laufenden Aktionen von Tausenden Beschäftigten gegen den Arbeitsplatzabbau enden für dieses Jahr mit einer Mahnwache am Standort Stuttgart-Feuerbach. Bis zum Abend postieren sich dort Betriebsräte und Beschäftigte vor dem Werkstor, um gegen den im September angekündigten deutschlandweiten Abbau von 13.000 Stellen in der Autozuliefersparte "Mobility" zu protestieren. Inklusive der früher genannten Abbaupläne summiert sich der Einschnitt im gesamten Konzern auf 22.000 Stellen. Betriebsratschef Frank Sell forderte das Unternehmen auf, Arbeitsplätze und den Standort durch das Ansiedeln von Zukunftsgeschäft zu sichern.
Der Stiftungskonzern hatte im September die zusätzlichen Stellenstreichungen bis 2030 mit der schwachen Nachfrage am Automarkt und einem zu langsamen Hochlauf von Elektromobilität, Wasserstoffantrieben oder automatisiertem Fahren begründet. Milliardenschwere Investitionen rechnen sich bisher nicht. Bosch will die Kosten deshalb um 2,5 Milliarden Euro im Jahr senken. Um den Arbeitsplatzschwund bei Bosch und anderen Zulieferern in Deutschland zu stoppen, fordert der Bosch-Betriebsrat wie auch die Gewerkschaft, vom faktischen Verbrenner-Aus 2035 in der EU abzurücken.