Der Börsen-TagRekordlaune oder Katerstimmung: Jackson Hole gibt Dax-Richtung vor
Dem Miniaufschlag vom Dienstag lässt der Dax zur Wochenmitte einen Abschlag von 0,3 Prozent auf 15.861 Punkte folgen. Damit hält der deutsche Börsenleitindex aber sein hohes Niveaus knapp unter der 16.000er Marke - und bleibt damit weiter in Reichweite seines Allzeithochs bei 16.030 Zählern. Einen neuen Rekord konnte indes der MDax vermelden, der im Handelsverlauf zwischenzeitlich bis auf 36.305 Stellen geklettert war. Eine uneinheitlich tendierende Wall Street hilft dem Dax am Nachmittag auch nicht auf die Sprünge.
"Die Spannung vor dem Treffen der US-Notenbanker in Jackson Hole steigt und bremst die Kauflaune der Anleger", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel. "Alle rechnen zwar damit, dass es geldpolitische Hinweise geben wird zu einer Straffung, einem Zurückfahren der monatlichen Anleihenkäufe, die derzeit bei 120 Milliarden Dollar im Monat liegen", erläutert sie. "Interessant wird aber das Wann sein - und die Schnelligkeit der Maßnahmen: Wenn es zu schnell geht, könnte das die Börsen ausbremsen." Auch Dofels Kollege, ntv-Börsenkorrespondent Markus Koch, unterstreicht: "Die Frage ist nicht, ob man drosselt, sondern wie schnell."
Bei den Einzelwerten im Dax zeigen sich lediglich die Aktien der Deutschen Bank und von Infineon mit deutlicheren Aufschlägen: Die Titel legen etwa 1,5 Prozent beziehungsweise knapp 1 Prozent zu und führen damit die Gewinnerliste im deutschen Börsenleitindex an. Auf der Verliererseite stehen dagegen defensivere Werte wie Fresenius und FMC sowie Delivery Hero mit den deutlichsten Abschlägen: Fresenius gibt etwa zwei Prozent ab, ebenso der Essenslieferdienst, der am Donnerstag sein ausführliches Quartalszahlenwerk veröffentlicht. FMC-Titel büßen in etwa 1,5 Prozent ein.
Fresenius