Der Börsen-Tag Rezessionsängste schicken Asien-Börsen auf Talfahrt
An den meisten Börsen in Ostasien geht es am Morgen deutlich abwärts. Die Vorgaben der US-Börsen sind negativ. An der Wall Street setzte sich am Vorabend die Überzeugung durch, dass die US-Notenbank die hohe Inflation rigoros bekämpfen werde, selbst um den Preis einer Rezession. Die Renditen der US-Anleihen zogen an und legen heute im asiatisch dominierten Handel weiter zu.
Der Aktienmarkt in Schanghai stemmt sich derweil gegen die negative Tendenz; der Composite-Index liegt 0,2 Prozent im Plus. Der Caixin-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe ist im August unter die Expansionsschwelle gerutscht, was Hoffnungen auf neue Wirtschaftsstimuli weckt. Der Hang-Seng-Index in Hongkong verliert dagegen 1,5 Prozent.
An der Börse in Tokio fällt der Nikkei-225-Index um 1,6 Prozent. In Seoul gibt der Kospi 1,9 Prozent ab, nachdem das südkoreanische Handelsbilanzdefizit im August höher als erwartet ausgefallen ist. In Tokio verteuern sich Kadokawa um rund 6 Prozent, nachdem Sony (-1,3% in Tokio) und Tencent (+0,4% in Hongkong) Beteiligungen von 14,09 bzw. 16,25 Prozent an der Kadokawa-Tochter Fromsoftware (FS) erworben haben. FS entwickelt Videospiele. Toyota geben um 2,3 Prozent nach. Der Automobilhersteller will in Japan und den USA bis zu 730 Milliarden Yen (etwa 5,2 Milliarden Euro) in die Entwicklung und Herstellung von Batterien für Elektrofahrzeuge investieren. Anleger trennen sich aber auch von den Aktien anderer japanischer Autohersteller. Honda verbilligen sich um 2 Prozent und Nissan um 1,2 Prozent.