Der Börsen-TagRichtungsweisend: Das wird für den Dax heute wichtig
Der Dax ist zur Wochenmitte zu seiner Berg- und Talfahrt der Vorwochen zurückgekehrt: Der deutsche Börsenleitindex schloss bei 14.284 Punkten etwa 190 Zähler oder 1,3 Prozent im Minus, hatte aber im Verlauf ein Tageshoch von 14.539 sowie ein Tagestief von 14.226 Zählern markiert. Auch an der Wall Street waren die Kurse im Mittwochsgeschäft gefallen. Aktuell wird der Dax minimal fester bei Kursen um 14.290 Punkte taxiert.
Bei den Konjunkturdaten richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Barometer für die Stimmung in der Wirtschaft. Hier müsse wegen des Ukraine-Kriegs mit Rücksetzern gerechnet werden, prognostiziert Commerzbank-Analyst Christoph Weil. "Schließlich leiden die Unternehmen unter den explodierenden Energiepreisen. Hinzu kommen die möglichen Folgen der EU-Sanktionen und die weiter bestehenden Material- und Lieferengpässe, die durch den Krieg sogar noch einmal verschärft werden könnten." Der Einkaufsmanager-Index für das verarbeitende Gewerbe für März, der am Donnerstag auf dem Terminplan steht, werde aber mit 57,5 Punkten weit vom Rezessionsniveau entfernt bleiben.
Jenseits des Atlantik werden zudem die Auftragseingänge für langlebige US-Güter veröffentlich. Experten prognostizieren für Februar ein Minus von 0,6 Prozent. Zum Jahresauftakt waren sie noch um 1,6 Prozent gestiegen. Zudem werden in den USA noch die Leistungsbilanz sowie die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht. In Deutschland gibt es am Morgen bereits Daten zur Entwicklung der Reallöhne 2021, in Frankreich steht der Geschäftsklimaindex auf der Agenda.
Auch von Unternehmensseite ist die Tagesordnung prall gefüllt - mit diversen Vorlagen von Geschäftszahlen oder auch virtuellen Hauptversammlungen, letzteres beispielsweise von Siemens Gamesa. Zahlen liefern überwiegend Firmen aus der zweiten Reihe, darunter etwa Scout24, HHLA, SLM Solutions, CTS Eventim, SGL Carbon, Rhön-Klinikum oder Baywa. Auch Daimler Trucks liefert Zahlen. Der Branchenverband ACEA wiederum veröffentlicht Absatzdaten zur Nutzfahrzeugbranche, die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Monatsbericht.