Der Börsen-TagRisikobereite Anleger greifen wieder zu Tech-Aktien
Die Aussicht auf ein baldiges Friedensabkommen im Nahen Osten treibt die asiatischen Aktienmärkte kräftig an. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans steigt 3,2 Prozent, angeführt von einem Kurssprung von 7,4 Prozent beim südkoreanischen Kospi. In Tokio klettert der Nikkei 4,06 Prozent auf 66.822,56 Punkte, und der breiter gefasste Topix gewinnt 2,2 Prozent auf 3914,74 Zähler. Auch in China greifen die Anleger zu: Der Blue-Chip-Index CSI300 legt um ein Prozent zu, während der Hang-Seng-Index in Hongkong ein Plus von 1,3 Prozent verzeichnet.
Auslöser für die Kauflaune sind Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, wonach bereits an diesem Wochenende ein Friedensvertrag mit dem Iran unterzeichnet werden könnte. Dies würde die für den Welthandel wichtige Straße von Hormus wieder für die Schifffahrt öffnen. "Dies sieht vielleicht etwas greifbarer aus als das, was wir bisher hatten", sagt Ray Attrill, Devisenstratege bei der National Australia Bank. "Wenn wir etwas aus dem Iran hören, das positiv klingt, werden sich die Chancen eindeutig dramatisch wenden." Zwar erklärte die Regierung in Teheran, es sei noch keine endgültige Entscheidung gefallen, doch die Investoren zeigten sich äußerst optimistisch.
An der Börse in Tokio profitieren vor allem Technologiewerte von der gestiegenen Risikobereitschaft. Die Aktien der Chip-Ausrüster Advantest und Tokyo Electron springen um 8,8 beziehungsweise 10,49 Prozent in die Höhe. Der Speicherchip-Hersteller Kioxia gewinnt 5,94 Prozent, und der Technologieinvestor Softbank legt um 3,34 Prozent zu.