Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagRocket darf Delisting zum geplanten Preis durchziehen

09.09.2020, 14:23 Uhr

Einen Aufschrei bei den Aktionären hatte Rocket Internet mit seinem Angebot von 18,57 Euro für das Delisting, den Abschied vom Börsenhandel, ausgelöst. Von einer "Enteignung" war gar die Rede. Nun stellt die Bafin fest: Der Preis ist rechtens, wie Rocket in einer Pflichtmitteilung erklärte.

Rocket hatte am 1. September angekündigt, den Aktionären ihre Papiere zu je 18,57 Euro abkaufen zu wollen. Dem liege der volumengewichtete Durchschnittskurs der letzten sechs Monate zugrunde. Nun hat die Bafin nach Angaben Rockets festgestellt, dass der für die Bestimmung des gesetzlichen Mindestpreises relevante Durchschnittskurs 18,56 Euro pro Aktie betrage. Folglich werde Rocket den angebotenen Preis nicht erhöhen.

Rund die Hälfte an Rocket Internet halten die Gründer und Brüder Marc, Oliver und Alexander Samwer, größtenteils über das Vehikel Global Founders GmbH. Rocket gründet oder investiert in Internet- und Technologieunternehmen. Mehrere seiner derzeitigen und früheren Beteiligungen sind mittlerweile an der Börse notiert, wie das Online-Versandhaus Zalando, der Kochboxenversender Hellofresh und der Essenslieferdienst Delivery Hero.

Quelle: ntv.de