Der Börsen-TagRussland in Bedrängnis: Das wird für den Dax heute wichtig
Das dicke Dax-Plus vom Freitag mit mehr als drei Prozent hat zum Start in die neue Handelswoche bereits erste Kratzer hinnehmen müssen: Der deutsche Börsenleitindex verabschiedete sich mit einem Abschlag von 0,7 Prozent und 14.461 Punkten aus dem Handel. Allerdings lag der Dax im Tagestief nur knapp über der Marke von 14.100 Zählern. So gesehen, ist er mit einem blauen Auge davongekommen. "Der Crash ist ausgeblieben", kommentierte ntv-Börsenkorrespondentin Tosca Strassberger.
Das bestimmende Thema am deutschen Aktienmarkt war und ist der Krieg in der Ukraine. Nach dem Angriff Russlands in der vergangenen Woche spitzt sich die Lage zu: Russlands Präsident Wladimir Putin soll die nuklearen Streitkräfte des Landes in Alarmbereitschaft versetzt haben. Indes bekommt Moskau die Sanktionen der Europäischen Union (EU) zu spüren: Der Rubel wertet ab, die Zentralbank verdoppelte den Leitzins. Auch im heutigen Handel wird der Krieg in der Ukraine kursbestimmend sein. Allerdings gibt es auch frische Konjunktur- und Unternehmensdaten.
Im Mittelpunkt dürften die deutschen Inflationsdaten stehen. Sie könnten die geld- und zinspolitische Debatte der Europäische Zentralbank (EZB) anheizen: Erhöht die EZB noch in diesem Jahr die Zinsen? Oder doch erst 2023? Daneben gibt es noch Einkaufsmanagerindizes zum verarbeitenden Gewerbe aus Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien, der EU und den USA. In den USA werden am Nachmittag zudem der ISM-Index sowie Zahlen zu den Bauausgaben veröffentlicht.
Unternehmensseitig öffnen gleich mehrere Dax-Konzerne ihre Bücher: So präsentieren mit Zalando und Hellofresh zwei jüngst unter Druck geratene Unternehmen ihre Ergebnisse. Covestro, Symrise und Bayer mischen ebenfalls mit. Die Commerzbank lädt zu einem "Capital Market Day", Beiersdorf stellt das Jahresergebnis vor. Nach US-Börsenschluss legen dann noch Hewlett Packard und der SAP-Rivale Salesforce Zahlen vor.