Der Börsen-TagShutdown, Regierungschaos, China-Ärger - Trump lässt Wall Street zittern
Nach den deutlichen Abgaben an der Wall Street an den vergangenen Tagen zeichnet sich für den Wochenausklang eine erste Gegenbewegung bzw. eine Stabilisierung ab.
Der Terminkontrakt auf den S&P-500 deutet auf einen kaum veränderten Indexstand hin. Für Kursverzerrungen könnte im Handelsverlauf der vierfache Verfallstag sorgen. Dann werden Futures und Optionen auf Indizes und Einzelaktien abgerechnet.
Kaum sind die von vielen Anlegern enttäuschend, weil nicht so taubenhaft wie erhofft, empfundenen Aussagen zum künftigen Zinskurs der US-Notenbank halbwegs verdaut, rückt die Furcht vor einem möglichen Regierungsstillstand als Belastungsfaktor in den Fokus. US-Präsident Donald Trump hat sich bislang geweigert, eine Vereinbarung zur Abwendung eines Stillstands zu unterschreiben und hat sogar einen Shutdown "für eine sehr lange Zeit" angedroht.
Auch der Rücktritt des Verteidigungsministers - offenbar aus Uneinigkeit mit dem Trumpschen Kurs - dürfte der Kauflaune eher abträglich sein.
Derweil gibt es neue Spannungen zwischen den USA und China, die wiederum für die laufenden Handelsgespräche nicht hilfreich sein dürften. Die USA haben zwei Chinesen wegen angeblich staatlich unterstützter Hacker-Angriffe angeklagt, und Washington beschuldigt Peking, ein Abkommen gegen Wirtschaftsspionage verletzt zu haben.
"Es gibt klare Signale, dass geopolitisch längst nicht alles rund läuft und das zwingt die Anleger dazu, sich Dinge wie die Bewertungen genau anzuschauen, und die sind klar aus den Fugen", sagt Volkswirt Peter Dixon von der Commerzbank.
Konjunkturseitig sind die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter im November etwas schlechter ausgefallen als erwartet.