Der Börsen-Tag

Der Börsen-Tag Sinkender Rhein-Pegel lässt Transportkosten steigen

Das trockene, heiße Sommerwetter sorgt für weitere Beeinträchtigungen bei der Frachtschifffahrt auf dem Rhein. Die Wasserstände seien zuletzt erneut gesunken, so dass die Frachtschiffe ihre Ladung weiter reduzieren müssten und damit die Transportkosten stiegen, erklären Rohstoffhändler. Die niedrigen Pegelstände behindern die Schifffahrt auf dem gesamten Fluss in Deutschland. Der Wasserstand an der kritischen Engstelle Kaub bei Koblenz ist besonders niedrig, so dass dort inzwischen einige Schiffe nur noch etwa 25 Prozent laden können.

"Die Schiffe fahren weiter, es liegt an den Schiffseignern zu entscheiden, ob das Wasser tief genug ist, um zu fahren, und ob es für sie wirtschaftlich rentabel ist", erklärte ein Sprecher des deutschen Binnenschifffahrtsamtes WSA. Der Referenzwasserstand bei Kaub fiel am Mittwoch auf 61 Zentimeter, Schiffe brauchen aber etwa 1,5 Meter, um voll beladen zu fahren. Der WSA-Sprecher ergänzte allerdings, dass die Messung der Referenzwasserlinie nicht immer der Wassertiefe entspreche und die Fahrrinne bei Kaub am Mittwoch noch etwa 1,7 Meter tief war.

Allerdings sind weniger Schiffseigner in der Lage oder bereit, Kaub zu passieren, weshalb die Preise steigen, um Fahrten mit deutlich reduzierter Ladung zu kompensieren, wie ein Händler sagte. Die Spotpreise für eine Flüssigtankschifffahrt von Rotterdam nach Karlsruhe stiegen am Mittwoch auf etwa 87 Euro pro Tonne, sieben Euro mehr als am Vortag. Im Juni waren es nur etwa 20 Euro pro Tonne. Der Rhein ist ein wichtiger Transportweg für Güter wie Getreide, Kohle, Benzin und Heizöl. Zuletzt hatten 2018 niedrige Pegelstände die Schifffahrt über Monate eingeschränkt und die Industrie belastet.

 

Quelle: ntv.de

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