Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagSondereffekte lassen Irlands BIP massiv einbrechen

04.06.2026, 14:06 Uhr

Die irische Wirtschaft ist im ersten Quartal eingebrochen - mit Folgen auch für die Eurozone. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei von Januar bis März um 12,1 Prozent im Vergleich zum Vorquartal gesunken, teilte das Statistikamt in Dublin mit. Es korrigierte damit eine erste Schätzung von minus zwei Prozent deutlich nach unten. Der Absturz ist auf Sondereffekte im großen multinationalen Sektor des Landes zurückzuführen, insbesondere in der Pharmaindustrie. Die für die tatsächliche Stärke der heimischen Wirtschaft aussagekräftigere Kennzahl - die sogenannte modifizierte Binnennachfrage - legte im gleichen Zeitraum allerdings um 0,6 Prozent zu.

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(Foto: dpa)

"Der entscheidende Faktor für das BIP ist die Umkehr des Wachstums, das wir im vergangenen Jahr im Pharmasektor gesehen haben", sagte Statistikamt-Direktor Chris Sibley. "Wenn wir diese Aktivität herausrechnen und nur die Binnenwirtschaft betrachten, sehen wir dort eine positive Entwicklung." Im Gesamtjahr 2025 wuchs die irische Wirtschaft um 12,3 Prozent. Grund dafür war ein starker Anstieg der Pharmaexporte in die USA, angetrieben durch Lageraufstockungen wegen drohender Zölle und eine boomende Nachfrage nach in Irland hergestellten Wirkstoffen für Abnehm-Medikamente. Dieser Effekt kehrt sich nun um.

Quelle: ntv.de