Der Börsen-TagStahlhändler umgeht Trumps Zölle
Wer spürt die neue US-Handelspolitik à la Trump als Erstes? Der Stahlhändler Klöckner & Co hofft, dass die US-Regierung zügig zu einer Entscheidung über zusätzliche Zölle für Stahlimporte kommt.
Klöckner & Co bezieht den meisten Stahl, mit dem er in den USA handelt, vor Ort, sagt Klöckner-Chef Gisbert Rühl.
Daher sei der SDax-Konzern von den bestehenden Zöllen nicht betroffen. Schon jetzt betragen die bei der Einfuhr eingeforderten Aufschläge für manche Stahlarten mehr als 200 Prozent.
Wenn sich die Stahlpreise auf einem höheren Niveau stabilisierten, werde Klöckner profitieren, betont Rühl.
Die US-Regierung untersucht derzeit, ob die Vereinigten Staaten gegenüber Stahlimporten aus dem Ausland abgeschottet werden müssen. Im Hintergrund wirkt eines der zentralen Wahlkampfversprechen von Donald Trump, Arbeitsplätze in der US-Schwerindustrie zu schützen. Im Ergebnis könnten hohe Strafzölle auf Importe verhängt werden. Die Untersuchung sollte bis Ende Juni abgeschlossen sein.