Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagSteigende Corona-Fallzahlen machen Anlegern zu schaffen

15.10.2020, 06:29 Uhr

Angesichts der wachsenden Besorgnis über steigende Coronavirus-Fallzahlen in Europa geben die Aktienmärkte in Asien ein durchwachsenes Bild ab. Deutschland verzeichnete mit 6638 Neuinfektionen einen Rekordwert seit dem Ausbruch der Pandemie.

Die Börse in Tokio zeigt sich zunächst schwächer: Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,6 Prozent tiefer bei 23.496 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sinkt um 0,9 Prozent und lag bei 1629 Punkten. Die Börse in Shanghai liegt 0,1 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewinnt 0,1 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fällt um 0,2 Prozent.

Die Äußerung des US-Finanzministers Steven Mnuchin, dass vor den US-Wahlen am 3. November höchstwahrscheinlich keine Einigung über ein neues Konjunkturpaket zu erwarten sei, ist eine Entschuldigung für Gewinnmitnahmen. Auch die Spannungen zwischen den Regierungen in Peking und Washington erhöhen sich, nachdem das US-Außenministerium der US-Regierung den Vorschlag unterbreitet hatte, das chinesische Technologieunternehmen Ant Group kurz vor dessen Börsengang wegen Sicherheitsbedenken auf eine schwarze Liste zu setzen.

"Es riecht nach Opportunismus, wenn die Märkte noch vor wenigen Monaten sagten, dass die Aktien abstürzen würden, wenn Trump verliert, und jetzt behaupten, dass ein Sieg von Joe Biden gut für die Aktien wäre", sagt Norihiro Fujito, Stratege bei Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities. Dies deute darauf hin, dass die Märkte nach massiven geldpolitischen Lockerungen durch die globalen Zentralbanken mit Bargeld überschwemmt seien.

Quelle: ntv.de