Der Börsen-TagSteigende Kurse in Shanghai - dank Zentralbank
Die Eskalation im Nahen Osten nach dem erstmaligen direkten Angriff Israels durch Iran sorgt an den Aktienmärkten in Ostasien für Nervosität und fallende Kurse. Dabei fallen die Abgaben insgesamt aber eher moderat aus, nachdem sie zwischenzeitlich zumindest etwas deutlicher waren. Günstig sei, dass der iranische Angriff mit Drohnen und Raketen wohl nur überschaubare Schäden hinterlassen hat, dank der Luftabwehr Israels.
In Tokio geht es für den Nikkei-Index um 1,1 Prozent nach unten auf 39.102 Punkte. Seoul tendiert 0,8 Prozent leichter, in Hongkong beträgt das Minus 0,7 und in Sydney 0,4 Prozent. Ausreißer nach oben ist Shanghai. Dort steigt der Index um 1,2 Prozent, nachdem die chinesische Notenbank den Zins für ihre einjährige Kreditfazilität unverändert bei 2,5 Prozent belassen hat. Unterstützung kommt von Goldman Sachs, wo man dem chinesischen Aktienmarkt in einer aktuellen Studie in den nächsten 12 Monaten ein Potenzial von zwölf Prozent zubilligt. Der nächste Impuls könnte in der Nacht zu Dienstag kommen, wenn die BIP-Daten aus China für das erste Quartal berichtet werden.
Positiv kommt in Schanghai laut Marktteilnehmern, dass die chinesischen Aufsichtsbehörden am Freitag ankündigten, die Hürden für Unternehmen, die sich um eine Börsennotierung bemühen, zu erhöhen. Dazu müssten Unternehmen, die Finanzbetrug begangen hätten, mit einem strengeren Vorgehen im Hinblick auf ein Delisting rechnen. Die Richtlinien dürften insgesamt für einen stabileren Aktienmarkt sorgen, so die Analysten von CICC.