Der Börsen-TagSteigende Renditen drücken Aktienkurse
Die Aktienbörsen in Ostasien und Australien präsentieren sich am Freitag im späten Verlauf überwiegend im Minus. Allerdings erholen sich die Märkte zum Teil deutlich von ihren Tagestiefs. Anleger zeigen sich verunsichert über die in den USA und auch in der Region wieder anziehenden Rentenrenditen. Die Zehnjahresrendite bei US-Staatsanleihen war am Vorabend wieder über die Marke von 1,50 Prozent geklettert und hatte in der Folge die Wall Street belastet. Im asiatisch geprägten Handel steigt die Benchmarkrendite auf 1,58 Prozent.
In China geben die Kurse moderat nach - in Schanghai um 0,4 und in Hongkong um 0,7 Prozent. Analysten sprechen von einer gewissen Zurückhaltung angesichts des am Freitag beginnenden jährlichen Volkskongresses. In diesem Zusammenhang hat die chinesische Führung der Wirtschaft des Landes ein relativ moderates Wachstumsziel verordnet. Wie Premierminister Li Keqiang mitteilte, soll das Bruttoinlandsprodukt 2021 um 6 Prozent oder mehr wachsen. Das Ziel liegt unter den Erwartungen der meisten Ökonomen, die für die chinesische Wirtschaft dieses Jahr ein Plus von 8 Prozent oder mehr prognostiziert haben.
In Tokio fällt der Nikkei-225 um 1 Prozent - trotz einer Dollarrally. Auch hier stehen Technologietitel auf den Verkaufszetteln. Lasertec verlieren 4,6 und Softbank 2,5 Prozent. Im Einklang mit US-Anleihen steigen die Renditen am japanischen Rentenmarkt.