Der Börsen-TagSteinhoff prüft Verkauf von Afrika-Geschäft
Der angeschlagene Einzelhandelskonzern Steinhoff prüft nach eigenen Angaben alle Optionen, um seine Schulden zu bedienen. Damit reagiert das in Deutschland durch die Möbelkette Poco bekannte Unternehmen auf einen Bericht der Agentur "Bloomberg", wonach sich Steinhoff auch von Anteilen seiner Tochter Steinhoff Africa Retail (STAR) trennen könnte. Steinhoff hält 77 Prozent an der Tochter.
Der SDax-Konzern hatte zuvor angekündigt, rund zwei Milliarden Euro durch Verkäufe abseits seines Kerngeschäfts aufbringen zu wollen. Von Anteilen an seiner südafrikanischen Beteiligung KAP Industrial hat sich Steinhoff bereits getrennt.
Das Unternehmen wird von einer Affäre um Bilanz-Unregelmäßigkeiten belastet. Die Enthüllungen hatten nicht nur den Aktienkurs zeitweise um bis zu 90 Prozent nach unten gedrückt, sondern Steinhoff auch in eine Liquiditätskrise gestürzt.
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