Der Börsen-TagStellenaufbau am US-Arbeitsmarkt stärker als gedacht
Am US-Arbeitsmarkt sind im September mehr Stellen geschaffen worden als erwartet. Im vorigen Monat kamen 263.000 neue Jobs hinzu, wie die Regierung mitteilt. Volkswirte hatten lediglich mit 250.000 gerechnet, nach 315.000 im August. Die getrennt ermittelte Arbeitslosenquote sank überraschend auf 3,5 von zuvor 3,7 Prozent.
Die Notenbank Federal Reserve, die Vollbeschäftigung und stabile Preise fördern soll, will die ausufernde Inflation eindämmen und damit zugleich den heiß laufenden Arbeitsmarkt abkühlen. Sie treibt den Leitzins daher in ungewöhnlich großen Schritten nach oben. Sie hat das Zinsniveau bereits drei Mal in Folge um einen Dreiviertel-Prozentpunkt angehoben - zuletzt auf die Spanne von 3,00 bis 3,25 Prozent. Viele Führungsmitglieder der Fed signalisierten, dass sie an dem aggressiven Zinskurs festhalten wollen - auch wenn die Wirtschaft darunter zu leiden hat. An den Terminmärkten wird die Chance auf einen weiteren Jumbo-Zinsschritt im November auf mittlerweile 92 Prozent taxiert.