Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagTech-Abverkauf trifft Asien-Anleger

08.06.2026, 08:39 Uhr

Die asiatischen Aktienmärkte werden von mehreren Faktoren belastet und geben auf breiter Front teils massiv nach. Händler nennen Zinsängste, steigende Ölpreise und die Eskalation im Nahostkrieg. Die unerwartet starken US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag verstärken die Spekulationen in den USA auf Zinserhöhungen. Dazu flammt die militärische Auseinandersetzung zwischen dem Iran und Israel wieder auf. Beide Seiten überzogen sich mit Angriffen aus der Luft. Ein Appell von US-Präsident Donald Trump an den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu, nicht auf die iranischen Raketenangriffe zu reagieren, blieb ungehört. Das dämpft Hoffnungen auf ein Friedensabkommen, in der Folge ziehen die Ölpreise an.

Verkauft werden mit den Zinserhöhungssorgen unter anderem Technologiewerte aus dem Halbleiterbereich, wozu aber auch Gewinnmitnahmen nach der fulminanten Rally beitragen. Besonders betroffen sind davon die Börsen in Südkorea, Japan und Taiwan. In Südkorea wurde der Handel wegen massiver Verluste teils unterbrochen. Der technologielastige Kospi in Seoul sinkt um 5,6 Prozent, lag aber auch schon über 8 Prozent im Minus. Der südkoreanische Leitindex hat in diesem Jahr dank des KI-Booms weltweit bislang am besten abgeschnitten.

Samsung Electronics und SK Hynix büßen 5,6 und 3,3 Prozent ein, nachdem sie zu Beginn des Handels schon zweistellig hinten lagen Taiwan Semiconductor Manufacturing rutschen in Taipeh um 2,8 Prozent ab.

Quelle: ntv.de