Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagTech-Ausverkauf geht in die nächste Runde

11.06.2026, 07:10 Uhr

Ein unerwartet starker Anstieg der US-Inflation sowie erneute US-Angriffe auf den Iran drücken die asiatischen Aktienmärkte ins Minus. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans verliert 0,9 Prozent. Angeführt wird die Talfahrt von der Börse in Südkorea, wo der Kospi um drei Prozent nachgab. In Tokio notiert der Nikkei-Index 1,3 Prozent tiefer bei 63.360,96 Punkten. Zuvor war das Barometer zeitweise um fast drei Prozent abgerutscht und damit erstmals seit dem 22. Mai unter die Marke von 63.000 Zählern gefallen. Der breiter gefasste Topix sinkt 1,6 Prozent auf 3787,08 Stellen.

Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten dämpften die Risikobereitschaft der Anleger massiv. Das US-Militär hatte in der Nacht neue Angriffe auf Ziele im Iran geflogen, nachdem US-Präsident Donald Trump mit weiteren Schlägen gedroht hatte, sollte kein Friedensabkommen erzielt werden. Teheran reagierte darauf nach eigenen Angaben unter anderem mit der Schließung der Straße von Hormus. Japans Kabinettssekretär Minoru Kihara mahnte zur Besonnenheit: "Die Gewährleistung einer freien und sicheren Schifffahrt durch die Straße von Hormus ist eine dringende Angelegenheit für eine stabile Energieversorgung." Japan werde alle diplomatischen Bemühungen für eine rasche Einigung zwischen den USA und dem Iran unterstützen, erklärte der Regierungssprecher.

Neben der geopolitischen Lage belastet ein Ausverkauf bei Technologiewerten die asiatischen Börsen. In Tokio zählen Papiere aus dem Chip- und KI-Sektor zu den größten Verlierern: Die Aktien des Technologieinvestors SoftBank fallen um 3,6 Prozent, der Glasfaserhersteller Fujikura verliert sechs Prozent und der Chipanlagenbauer Advantest gibt 3,7 Prozent nach.

Quelle: ntv.de