Der Börsen-TagTiefgreifender Strategiewechsel mit Sonderbelastungen bei BMW?
Das Ausmaß der Prognosesenkung bei BMW hat die Analysten von Berenberg überrascht. Sie halten es für möglich, dass der neue CEO Milan Nedeljkovic einen tiefgreifenderen Strategiewechsel vollzieht. Zu den Problemen des China-Geschäfts und der Belastung durch höhere Zölle komme nun noch das Risiko von negativen Sondereinflüssen infolge einer Neuausrichtung. All dies dürfte die Aktie vorerst bremsen. Berenberg hat die Schätzungen für BMW gesenkt und das Kursziel nach unten angepasst.
Auch Jefferies senkte die Schätzungen für den Autokonzern gesenkt. Viele Anleger hätten wohl damit gerechnet, dass das schwache Chinageschäft das Ebit absolut gesehen belasten würde, nicht aber mit einer Senkung der Margenprognose dieses Ausmaßes, stellten die Analysten fest. Sie halten es für möglich, dass BMW das globale Montage-Geschäftsmodell überdenkt, das nach wie vor weitgehend auf dem Export von Verbrennungsmotoren aus Deutschland basiere. Die Jefferies-Analysten senkten die Schätzung der Automobilmarge auf zwei Prozent und das Kursziel auf 70 Euro aufgrund eines geringeren kumulierten freien Cashflows.