Der Börsen-TagTraditionskonzern verliert Interimschef: Kursrutsch
Knapp ein Jahr nach seiner Rückkehr als Vorstandschef nimmt Uwe Röhrhoff beim Verpackungshersteller Gerresheimer vorzeitig den Hut. Die Nachricht sorgt an der Börse für einen Kursrutsch. Die Papiere verlieren zeitweise nahezu zehn Prozent. Röhrhoff habe sein Mandat auf eigenen Wunsch beendet, teilte der Düsseldorfer Konzern mit. Seine Aufgaben übernähmen bis auf Weiteres die beiden Vorstände Wolf Lehmann und Achim Schalk. Röhrhoffs Vertrag lief ursprünglich bis Oktober 2026.
Als Gerresheimer im vergangenen Jahr ins Visier der Finanzaufsicht BaFin geraten war, musste Vorstandschef Dietmar Siemsen gehen und sein Vor-Vorgänger Röhrhoff übernahm das Ruder interimistisch. Die BaFin hatte gerügt, dass Gerresheimer 2024 Umsätze vorzeitig verbucht hatte, obwohl die Waren noch nicht ausgeliefert worden waren. Das hatte den Traditionskonzern ins Wanken gebracht.