Der Börsen-TagTrump will US-Notenbankchef Powell sofort loswerden

US-Präsident Donald Trump hat seine Forderung nach dem Rücktritt von Zentralbank-Chef Jerome Powell wiederholt. Er forderte den unabhängigen Notenbankchef auf, dies unverzüglich zu tun.
Powell wurde von Trump während seiner ersten Amtszeit als Chef der Federal Reserve nominiert. Joe Biden, Trumps Nachfolger als Präsident, ernannte Powell für eine zweite Amtszeit. Diese endet regulär im Mai 2026. Powell hat klargemacht, dass er seinen Posten nicht vorzeitig räumen wird. Trump will einen Kandidaten für den Chefposten der Fed nominieren, der sich zu Zinssenkungen bekennt.
US-Präsident Trump drängt den Zentralbankchef immer wieder zu Zinssenkungen. Powell weist dagegen auf die mit der Zollpolitik Trumps zusammenhängenden Unwägbarkeiten hin. Es sei mit Blick auf eventuelle Zinsschritte klüger, einige Monate zu warten, um die Effekte der Zollpolitik auf die Inflation besser studieren zu können.
Die Fed hat den Leitzins dieses Jahr noch nicht angetastet. Er liegt weiter in der Spanne von 4,25 bis 4,50 Prozent.
Über die Geldpolitik in den USA entscheidet nicht alleine der Fed-Chef, sondern der Offenmarktausschuss (FOMC), der aus zwölf Mitgliedern besteht. Ihm gehören die sieben Fed-Gouverneure an, der Präsident der New Yorker Fed sowie im Wechsel vier weitere Präsidenten der regionalen Notenbanken.