Der Börsen-TagTrumps Zölle lassen Euro erstarren

Die Aussicht auf einen weltweiten Handelskrieg mit den USA verdüstert am Devisenmarkt die Perspektiven. Die jüngste Entwicklung, das Inkraftsetzen der angedrohten Importabgaben auf Stahl und Aluminium, hinterlässt im Währungsverhältnis von Euro und Dollar zunächst allerdings nur wenig erkennbare Reaktionen.
Der Kurs des Euro liegt am frühen Morgen bei 1,2313 Dollar und damit fast exakt auf dem Niveau des Vorabends.
Nach der Bekanntgabe der Strafzoll-Entscheidung hatte der Euro mit kurzen Kursausschlägen reagiert, war aber vergleichsweise schnell wieder in ruhigeres Fahrwasser zurückgekehrt.
Größeren Einfluss auf den Euro-Kurs scheint nach wie vor die Zins-Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) auszuüben: Der Euro hatte nach den Erläuterungen von EZB-Chef Draghi am Donnerstagnachmittag zunächst kräftig an Stärke gewonnen, bevor er schließlich deutlich zurückfiel und sich der Marke bei 1,23 Dollar annäherte.
Im fernöstlichen Devisenhandel trat der Euro bei 1,2309 Dollar auf der Stelle. Zur als sicherem Hafen geltenden japanischen Währung gewann der Dollar dagegen 0,5 Prozent auf 106,72 Yen.