Der Börsen-TagTrumps neue Zolldrohungen bringen Börsen ins Trudeln
In Asien geraten die Börsen angesichts der jüngsten Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump auf Auto-, Halbleiter- und Pharmaimporte ins Schwanken. In Tokio gibt der Nikkei-Index 0,5 Prozent auf 39.085,67 Punkte nach und der breiter gefasste Topix notiert 0,4 Prozent niedriger bei 2765,13 Zählern. Bei den japanischen Aktien rutschen vor allem die Fahrzeughersteller ab, nachdem Trump Autozölle ankündigte. Der Autoindex sinkt um 1,5 Prozent. Toyota-Papiere fallen 1,93 Prozent, Honda-Aktien und Nissan-Titel büßen 2,29 Prozent beziehungsweise 1,8 Prozent ein. "Der Nikkei eröffnete niedriger, da Bemerkungen über Zölle auf Autos die Stimmung belasteten", sagt Shuutarou Yasuda, ein Marktanalyst bei Tokai Tokyo Intelligence Laboratory. Abgepuffert werden die Verluste jedoch durch einen Anstieg bei den Banken, die weiterhin auf eine Zinserhöhung der Bank of Japan (BOJ) wetteten.
Der Shanghai Composite gewinnt 0,5 Prozent auf 3.342,48 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen steigt 0,4 Prozent auf 3.927,98 Punkte. Chinesische Technologiewerte haben in letzter Zeit einen Höhenflug erlebt, da das Auftauchen des KI-Startups DeepSeek und ein Treffen zwischen Xi Jinping und Wirtschaftsführern des Sektors die Stimmung anhoben. "Die chinesische Wirtschaft entwickelt sich und DeepSeek gibt dem Sektor einen Adrenalinschub", sagt Thomas Rupf, Co-Head Singapur und CIO Asien bei der VP Bank. Während die Handelsrisiken fortbestünden, bleibe der Optimismus im Technologiesektor stark, da die Aussicht auf kostengünstige KI-Anwendungen eine Neubewertung des Wachstumspotenzials vorantreiben würde, fügt Rupf hinzu.