Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagUS-Anleiherenditen auf 14-Monatshoch - Kurse in Asien unter Druck

31.03.2021, 07:04 Uhr

Wie schon an der Wall Street zu beobachten gewesen, belasten einmal mehr steigende Rentenrenditen in den USA die Aktienmärkte in Asien. Am Mittwochmorgen ziehen die Anleiherenditen weiter an und markieren ein 14-Monatshoch.

Unter Vermögensverwaltern wächst die Überzeugung, dass die US-Notenbank im kommenden Jahr die Zinsen erhöhen werde. Steigende Konjunkturhoffnungen und damit einhergehende Sorgen über eine anziehende Inflation lassen die Marktzinsen zulegen. Der Dollar zieht auf breiter Front mit den gestiegenen Marktzinsen an und verbucht das beste Quartal seit einem Jahr.

Auch besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten in China heben die Stimmung kaum. Die Aktivität in der chinesischen Industrie ist im März deutlicher als erwartet gestiegen und hat sich von der Produktionsunterbrechung während des chinesischen Neujahrsfestes erholt. Die Einkaufsmanagerindizes für den verarbeitenden Sektor wie auch für den Dienstleistungsbereich erhöhten sich und deuten klar auf Expansion hin.

In Japan vermag nicht einmal ein schwacher Yen den Aktienmarkt zu stützen, der Nikkei-225 verliert 0,7 Prozent - auch belastet von schwachen Daten zur Industrieproduktion. Der Greenback klettert auf den höchsten Stand seit einem Jahr. Erstmals seit Ende 2016 könnte der Dollar in drei aufeinanderfolgenden Monaten zur japanischen Devise zulegen. Der vermeintlich sichere Yen-Hafen wird am Mittwoch von den positiven Daten aus China belastet, der US-Dollar profitiert aber insgesamt vom gestiegenen Renditeniveau.

In Tokio zeigen sich unter anderem Bankenwerte sehr schwach. Die finanzielle Schieflage des Hedgefonds Archegos Capital Management trifft nun auch den Finanzkonzern Mitsubishi UFJ Financial Group. Transaktionen mit einem US-Kunden könnten einen Verlust von 300 Millionen US-Dollar nach sich ziehen, meldete die Gesellschaft. Mitsubishi UFJ Financial Group stürzen um 3,4 Prozent ab.

Quelle: ntv.de