Der Börsen-TagUS-Arbeitsmarkt überrascht positiv - deutlich mehr neue Jobs als erwartet
Am US-Arbeitsmarkt sind im Mai trotz der Unsicherheit durch den Iran-Krieg doppelt so viele Jobs entstanden wie erwartet. Unter dem Strich wurden 172.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen, wie aus dem Bericht der Regierung hervorgeht. Ökonomen hatten nur einen Anstieg um 85.000 erwartet. Zudem waren im April sogar 179.000 Arbeitsplätze hinzugekommen und nicht - wie ursprünglich gemeldet - nur 115.000. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 4,3 Prozent. Ökonomen zufolge dürfte der seit dem 28. Februar währende Krieg der USA und von Israel gegen den Iran viele Unternehmen verunsichern, was bislang aber noch nicht groß auf den Arbeitsmarkt ausgestrahlt hat. Sie sehen ihn derzeit in einer Phase, die als "Slow Hire, Slow Fire" bezeichnet wird.
"Der Arbeitsmarkt liefert erneut kräftig ab, auch der Vormonatswert wurde angehoben", sagte Alexander Krüger von Hauck Aufhäuser Lampe: "Der solide Beschäftigungszuwachs passt zur Wirtschaft, die trotz des Iran-Kriegs dynamisch wächst. Der Arbeitsmarkt ist derzeit nicht ein Problem für die US-Notenbank. Die Fed dürfte ihren Fokus eher weiter auf die gestiegene Inflation richten. Damit sind Zinserhöhungen ein Thema, nicht Zinssenkungen. Für eine Zinserhöhung ist aber ein dickes Brett zu bohren. Stand jetzt dürfte sich hierfür sobald nur schwer eine Mehrheit finden."