Der Börsen-TagUS-Dienstleister nehmen Fahrt auf
Die US-Dienstleistungsbranche hat mehr Fahrt aufgenommen als gedacht. Der Einkaufsmanagerindex für die Service-Unternehmen stieg im Mai auf 54,5 Punkte von 53,6 Zählern im Vormonat, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten monatlichen Umfrage des Institute for Supply Management (ISM) hervorgeht. Damit bleibt das Barometer deutlich über der Schwelle von 50 Punkten, ab der es Wachstum signalisiert. Das Barometer für die Aufträge sprang deutlich um 3,8 Punkte auf 57,3 Zähler. Zugleich kletterte der Index für die Kosten auf 71,3 Zähler - das ist der höchste Stand seit 2022 zu Zeiten der Corona-Krise.
Die Daten signalisierten eine konjunkturell stabile Entwicklung in den USA, sagte Helaba-Experte Ralf Umlauf. "Die US-Notenbank dürfte sich daher in der Einschätzung bestätigt sehen, dass das Zinsniveau tendenziell erhöht werden sollte." Dafür spreche auch das anhaltend hohe Niveau der Energiekosten infolge des Iran-Kriegs.
Derweil zog die US-Industrie im April mehr Aufträge an Land als erwartet. Die Bestellungen stiegen um 4,8 Prozent zum Vormonat, wie das Handelsministerium mitteilte. Ökonomen hatten mit plus 4,6 Prozent gerechnet, nach einem Anstieg von revidiert 1,8 Prozent im März. Bereinigt um den schwankungsanfälligen Verkehrsbereich kletterte das Neugeschäft um 1,3 Prozent.