Der Börsen-TagUS-Finanzgigant warnt vor bösem Erwachen bei den Zinsen
Die Märkte preisen Zinssenkungen in Europa, den USA und anderen entwickelten Volkswirtschaften ein, aber die anhaltende Inflation könnte diese Ansichten zunichte machen, sagt der US-Finanzdienstleister und Vermögensverwalter T. Rowe Price. Die Inflation könnte sich nicht genug abkühlen, um den Zentralbanken im nächsten Jahr eine Lockerung zu ermöglichen, meint Portfoliomanager Ken Orchard in einer Notiz.
Die Pfade des Wirtschaftswachstums haben sich etwas angenähert, werden sich aber 2025 wahrscheinlich wieder trennen, was zu einer Divergenz der Geldpolitik führen wird. Während die Europäische Zentralbank (EZB) trotz der hohen Inflation eher bereit ist, Zinssenkungen zu riskieren, und von der Bank of Japan (BoJ) erwartet wird, dass sie ihre Straffung fortsetzt, könnte die Fed in diesem Jahr nur ein oder zwei Zinssenkungen vornehmen, sagt er.
"Die größte wirtschaftliche Sorge wäre, dass sich das Wachstum zu schnell beschleunigt und die Zentralbanken gezwungen sind, zu reagieren", fügt er hinzu. Die Anleger sollten ernsthaft über die Aussicht auf Zinserhöhungen nachdenken.