Der Börsen-TagUS-Firmen schaffen weniger Jobs als erwartet
Die US-Unternehmen haben im November laut einer Umfrage weniger Stellen geschaffen als von Experten erwartet. Unter dem Strich entstanden demnach 103.000 Jobs, wie der Personaldienstleister ADP mitteilt. Experten hatten mit einem Stellenzuwachs im US-Privatsektor von 130.000 gerechnet. ADP revidierte zugleich die Stellenzahl für Oktober auf 106.000 von zunächst gemeldeten 113.000.
ADP-Chefökonomin Nela Richardson geht davon aus, dass Lohnwachstum und Stellenzuwächse 2024 in den USA moderater ausfallen dürften, als in der zurückliegenden Erholungsphase nach der Corona-Pandemie. Die ADP-Umfrage hatte sich in der Vergangenheit nicht immer als besonders treffsicherer Vorlaufindikator für den US-Arbeitsmarktbericht erwiesen. Sie wurde daher im vorigen Jahr neu strukturiert.
Am Freitag steht der Jobbericht der US-Regierung an, der auch Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst umfasst. Volkswirte erwarten für November ein Stellenplus von 180.000 außerhalb der Landwirtschaft, nach 150.000 im Oktober. Einer Faustregel folgend genügt ein Zuwachs von 70.000 bis 100.000 Stellen pro Monat, um die wachsende US-Bevölkerung mit Jobs zu versorgen.