Der Börsen-TagUS-Futures deuten auf leichtes Minus zu Wochenbeginn
Zu Beginn der neuen Handelswoche deuten sich an der Wall Street leichte Abgaben an. Für den Future auf den S&P-500 geht es aktuell um 0,2 Prozent nach unten. Am Freitag hatte der Index auf dem zweithöchsten Stand seiner Geschichte geschlossen, nachdem der Arbeitsmarktbericht für den Mai die Inflationssorgen etwas gedämpft hatte. "Wir gehen davon aus, dass die Fed sich eher auf die vorsichtige Seite schlagen wird, als eine zu frühe Straffung zu riskieren", sagt UBS-Stratege Thomas Flury.
"Es fühlt sich fast so an, als würde der Markt stillstehen, bis wir mehr Klarheit über die Inflation und die Wachstumsaussichten haben", so Seema Shah, Chefstrategin bei Principal Global Advisors. "Der Markt hat keinen wichtigen Katalysator, der ihn nach oben treibt", ergänzt die Teilnehmerin. Auch die Agenda der US-Daten ist zu Wochenbeginn leer.
Am Wochenende hatte US-Finanzministerin Janet Yellen erklärt, dass etwas höhere Zinsen "aktuell ein Plus" für die Wirtschaft wären, nachdem Zinsen und Inflation ein Jahrzehnt zu niedrig gewesen seien. Yellen hatte zudem gesagt, die Ausgabenpläne von US-Präsident Joe Biden in Höhe von 4 Billionen Dollar seien positiv für die Wirtschaft, auch wenn sie die Inflation nach oben trieben und in höheren Zinsen resultierten. "Dass Yellen über die Idee höherer Zinsen spricht, ist nicht schockierend, aber ich denke, der Markt ist extrem nervös", ergänzt Shah.