Der Börsen-TagUS-Geldpolitik lässt Dax nachgeben
Die Angst vor einer unerwartet schnellen Straffung der US-Geldpolitik belastet voraussichtlich auch an den europäischen Börsen die Stimmung. Dax und Euro-Stoxx-50 geben vorbörslich um etwa 1 Prozent nach, der Dax wird am frühen Morgen mit 12.350 Punkten errechnet. "Belastet wird die Stimmung vom Protokoll der Januar-Sitzung der US-Notenbank", sagt ein Marktteilnehmer.
Die Notenbank hält demnach weiter eine straffere Geldpolitik für notwendig, denn die Inflationsrate dürfte sich der Zielmarke von 2 Prozent nähern, wegen des guten Wachstums und des relativ schwachen Dollar. Der Greenback profitierte von den Aussagen, der Euro fiel unter die Marke von 1,23 Dollar und wird am Morgen mit 1,2280 Dollar gehandelt.
Der US-Aktienmarkt litt vor allem unter der Schwäche am Anleihemarkt: Die Rendite der 10jährigen US-Anleihen liegt mit 2,93 Prozent auf dem höchsten Stand seit vier Jahren und nur noch knapp unter der Marke von 3 Prozent, deren Überwinden viele Marktteilnehmer als besonders kritisch auch für die Aktienmarktbewertung ansehen würden.