Der Börsen-TagUS-Inflationsdaten ziehen Asien-Börsen abwärts
Die wichtigsten asiatischen Aktienmärkte starten schwächer in die neue Handelswoche. In China geben die Kurse nach überraschend starken US-Arbeitsmarktdaten nach, belastet von Sorgen um eine mögliche Verzögerung der Zinssenkungen in den USA. Der Shanghai Composite verliert 0,4 Prozent auf 3154,37 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fällt um 0,5 Prozent auf 3715,11 Punkte. Auch besser als erwartete Exportdaten konnten die Stimmung der Anleger nicht aufhellen. Die chinesischen Exporte waren im Dezember überraschend stark um 10,7 Prozent gestiegen, die Importe um ein Prozent. Dennoch lasten mögliche Handelsrisiken mit der neuen US-Regierung unter dem designierten Präsidenten Donald Trump auf der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt.
Die Börse in Tokio bleibt wegen eines Feiertags in Japan geschlossen. "Die robusten US-Arbeitsmarktdaten haben die Hoffnungen auf eine baldige Zinssenkung gedämpft", sagt Christian Keller, Leiter der volkswirtschaftlichen Analyse bei Barclays. "Wir erwarten jetzt nur noch eine Zinssenkung der Fed in diesem Jahr, wahrscheinlich um 25 Basispunkte im Juni." Die Anleger blicken nun gespannt auf die Veröffentlichung des chinesischen Bruttoinlandsprodukts, der Einzelhandelsumsätze und der Industrieproduktion am Freitag.