Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagUS-Sanktionen: Berlin bildet angeblich Krisenstab

11.05.2018, 11:58 Uhr
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US-Präsident Trump will nicht nur dem Iran zeigen, wo es langgeht. (Foto: REUTERS)

Um die Folgen der US-Sanktionen gegen den Iran für die deutsche Wirtschaft zu prüfen, hat die Bundesregierung einem Bericht laut der "Bild"-Zeitung einen eigenen Stab mit Mitarbeitern von Außen-, Wirtschafts- und Finanzministerium gebildet.

Einer ersten internen Einschätzung zufolge seien die meisten deutschen Firmen, die Handel mit dem Iran treiben oder dort Investitionen unterhalten, vor künftigen US-Sanktionen gegen sie kaum zu schützen, sollten sie ihre Geschäfte weiterführen, berichtete das Blatt.

US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag angekündigt, aus dem Atomabkommen mit dem Iran auszusteigen und ausgesetzte Sanktionen wieder in Kraft zu setzen. Die westlichen Partner Deutschland, Frankreich und Großbritannien wollen an dem Abkommen festhalten und versuchen, in Verhandlungen mit Teheran die Übereinkunft zu retten.

Deutsche Firmen exportierten 2017 Waren im Wert von knapp drei Milliarden Euro in den Iran. Damit ist das Land ein vergleichsweise kleiner Handelspartner. In die USA exportierten deutsche Unternehmen Waren im Wert von 111 Milliarden Euro.

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